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	<title>Sportwetten und Fussballwetten Lexikon betPedia &#187; hsg</title>
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		<title>Verwaltungsgericht K&#246;ln: Sportwettenmonopol ist europarechtswidrig</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Nov 2007 17:31:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG
Das Verwaltungsgericht K&#246;ln hat das staatliche Monopol f&#252;r Sportwetten f&#252;r europarechtswidrig erkl&#228;rt und aus diesem Grund einem Sportwettenvermittler Vollstreckungsschutz gegen eine Untersagungsverf&#252;gung der Stadt K&#246;ln gew&#228;hrt (Beschluss vom 7. November 2007, Az. 1 L 1538/07). Der von der Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANW&#196;LTE (www.wettrecht.de) vertretene Vermittler kann daher weiterhin Vertr&#228;ge &#252;ber Sportwetten an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" href="http://www.wettrecht.de/" rel="nofollow">von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG</a></p>
<p>Das Verwaltungsgericht K&#246;ln hat das staatliche Monopol f&#252;r Sportwetten f&#252;r europarechtswidrig erkl&#228;rt und aus diesem Grund einem Sportwettenvermittler Vollstreckungsschutz gegen eine Untersagungsverf&#252;gung der Stadt K&#246;ln gew&#228;hrt (Beschluss vom 7. November 2007, Az. 1 L 1538/07). Der von der Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANW&#196;LTE (www.wettrecht.de) vertretene Vermittler kann daher weiterhin Vertr&#228;ge &#252;ber Sportwetten an einen in der EU (hier Gibraltar) staatlich zugelassenen und dort laufend beh&#246;rdlich &#252;berwachten Buchmacher vermitteln. Das Gericht folgt damit den Verwaltungsgerichten Mainz und Arnsberg, die k&#252;rzlich ebenfalls Sportwettenvermittlern Vollstreckungsschutz gew&#228;hrt hatten.</p>
<p>Das Verwaltungsgericht K&#246;ln verweist auf die Rechtsprechung des Europ&#228;ischen Gerichtshofs (EuGH). Die strafrechtliche Sanktionierung der binnengrenz&#252;berschreitenden Vermittlung von Sportwetten ist demnach unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig und damit rechtwidrig, wenn staatlich zugelassene national Einrichtungen zur Teilnahme an Sportwetten ermutigten. Dies sei in Deutschland der Fall.</p>
<p>Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts erfasse die Unverh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit des staatlichen Wettmonopols auch den Ausschluss der Vermittlung privater Wetten. Durch den Hinweis der Bundesverfassungsgerichts auf die Parallelit&#228;t der Anforderungen des Verfassungsrechts zu den europarechtlichen Vorgaben ergebe sich zwingend, dass das Sportwettenmonopol auch gegen die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit versto&#223;e (Art. 43 und 49 EG-Vertrag).</p>
<p>Die rein tats&#228;chlichen &#196;nderungen der Sportwettenpraxis der staatlichen Wettunternehmen sei zur Beseitigung des Gemeinschaftrechtsversto&#223;es nicht ausreichend. Eine neue rechtliche Ausgestaltung des staatlichen Wettmonopols sei bislang nicht erfolgt. Die Frage einer Verwirklichung des Straftatbestandes des § 284 StGB (unerlaubtes Gl&#252;cksspiel) k&#246;nne sich erst dann stellen, wenn die Zulassung einer Veranstaltung von Sportwetten im Einklang mit den Grunds&#228;tzen des europ&#228;ischen Gemeinschaftsrechts geregelt worden sei.</p>
<p>Der Anwendungsvorrang des europ&#228;ischen Gemeinschaftsrechts gelte uneingeschr&#228;nkt. Eine temporale Durchbrechung des Anwendungsvorrangs, d.h. die zeitweise Nichtanwendung des Europarechts (wie vom OVG NRW versucht), widerspreche der Rechtsprechung des EuGH. Auch gebe es – anders als vom OVG NRW angenommen – keine inakzeptable Gesetzesl&#252;cke. Eine Gef&#228;hrdung wichtiger Allgemeininteressen sei nicht erkennbar. So habe die Spielsucht bei der jahrelangen Duldung privater Wettanbieter nicht in gef&#228;hrlicher Weise zugenommen. Auch sei f&#252;r das Gericht nicht erkennbar, dass der Verbraucherschutz bei privaten Wettanbietern nicht gew&#228;hrleistet gewesen w&#228;re.</p>
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