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	<title>Sportwetten und Fussballwetten Lexikon betPedia &#187; Glücksspielmarkt</title>
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		<title>Verwaltungsgericht Regensburg bezweifelt Vereinbarkeit des Gl&#252;cksspielstaatsvertrags mit Europarecht</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 10:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>betPedia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG
Nach dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht und den Verwaltungsgerichten Frankfurt am Main und Stuttgart hat nunmehr auch das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg Zweifel an der Vereinbarkeit des Gl&#252;cksspielstaatsvertrags mit dem h&#246;herrangigen Europarecht ge&#228;u&#223;ert und mehrere Klageverfahren gegen Untersagungsverf&#252;gungen bis zu einer Entscheidung des Europ&#228;ischen Gerichtshofs (EuGH) ausgesetzt (Beschl&#252;sse vom 18. Februar 2008, Az. RO [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" href="http://www.wettrecht.de/" rel="nofollow">von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG</a></p>
<p>Nach dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht und den Verwaltungsgerichten Frankfurt am Main und Stuttgart hat nunmehr auch das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg Zweifel an der Vereinbarkeit des Gl&#252;cksspielstaatsvertrags mit dem h&#246;herrangigen Europarecht ge&#228;u&#223;ert und mehrere Klageverfahren gegen Untersagungsverf&#252;gungen bis zu einer Entscheidung des Europ&#228;ischen Gerichtshofs (EuGH) ausgesetzt (Beschl&#252;sse vom 18. Februar 2008, Az. RO 4 K 07.1334 u.a.).</p>
<p>Das Verwaltungsgericht Regensburg bezweifelt, dass mit dem Staatsvertrag das Gl&#252;cksspielwesen tats&#228;chlich entsprechend den zu beachtenden Anforderungen des EuGH (Gambelli-Urteil) koh&#228;rent und systematisch geregelt worden sei. So seien die mit einem besonderen Suchtpotential belasteten Geldspielautomaten von dem Staatsvertrag nicht erfasst. Dies sei rechtlich nur dann akzeptabel, wenn – so etwa eine These des OVG Hamburg – der Gl&#252;cksspielmarkt in verschiedene Sektoren aufgeteilt sei. Nur dann k&#246;nnte f&#252;r Teile des Gl&#252;cksspielmarktes ein staatliches Monopol mit der Begr&#252;ndung einer Eind&#228;mmung der Spielsucht errichtet werden, w&#228;hrend andere suchttr&#228;chtige Bereiche nicht entsprechend reglementiert w&#252;rden.</p>
<p>In der bisherigen Rechtsprechung des EuGH sei jedoch vom „Gl&#252;cksspielsektor“ die Rede bzw. von der Bet&#228;tigung privater Unternehmen auf dem Gl&#252;cksspielsektor (Placanica-Urteil des EuGH). Auch in dem Gambelli-Urteil beschreibe der EuGH das widerspr&#252;chliche Verhalten des Staates damit, „die Verbraucher dazu anzureizen und ermuntern, an Lotterie, Gl&#252;cksspielen und Wetten teilzunehmen“.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Kommentar:</strong></span> Die Aussetzungsbeschl&#252;sse des VG Regensburg beziehen sich auf einen Vorlagebeschluss des VG Gie&#223;en. Der EuGH hat die sechs ihm von den Verwaltungsgerichten Gie&#223;en und Stuttgart vorgelegten Verfahren inzwischen verbunden (Beschluss des Pr&#228;sidenten des EuGH vom 15. Oktober 2007, Az. C-316/07 u.a.).</p>
<p>Wie in Sportwettenrecht aktuell Nr. 93 und 94 berichtet, hat k&#252;rzlich auch das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht durchgreifende Zweifel an der deutschen Rechtslage ge&#228;u&#223;ert und einen Streit &#252;ber das staatliche Sportwettenmonopol dem EuGH vorgelegt (Beschluss vom 30. Januar 2008, Az. 12 A 102/06). Wie das VG Schleswig h&#228;lt auch das VG Regensburg die Frage f&#252;r ma&#223;geblich, ob das gesamte Gl&#252;cksspielrecht das Ziel einer systematischen und koh&#228;renten Spielbegrenzung verfolgen muss, damit ein staatliches Monopol gerechtfertigt sein kann. Es folgt damit nicht der These der Monopolbef&#252;rworter, die argumentieren, dass unterschiedliche Gl&#252;cksspielssektoren (wie immer man diese in der Praxis abgrenzen will) auch ganz unterschiedlich geregelt werden k&#246;nnten (einerseits Liberalisierung, andererseits Versch&#228;rfung des Monopols).</p>
<p>Wie umfassend die Koh&#228;renzanforderung zu verstehen sei, meint das Verwaltungsgericht der bisherigen EuGH-Rechtsprechung nicht klar entnehmen zu k&#246;nnen (obwohl der EuGH bislang von einer einheitlichen rechtlichen Beurteilung von Wetten und Gl&#252;cksspielen ausgegangen ist). Folgt der EuGH dem EFTA-Gerichtshof, der diese Frage bereits in seinem Ladbrokes-Urteil vom 30. Mai 2007 (Rs. E-3/06) gekl&#228;rt hat, kann der Mitgliedstaat autonom das von ihm verfolgte Schutzniveau bestimmen, muss dieses dann aber konsequent &#252;ber s&#228;mtliche Gl&#252;cksspielformen verfolgen. Ein Monopol ist dann rechtlich nicht mehr haltbar, wenn bestimmte Formen (wie etwa in Deutschland Sportwetten) monopolisiert werden, w&#228;hrend andere Formen mit gleicher Suchtgefahr (Pferdewetten) oder sogar noch h&#246;herer Gefahr (Spielautomaten) nicht in gleicher Weise reglementiert werden.</p>
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		<title>Beschwerde bei der EU-Kommission zum Gl&#252;cksspielstaatsvertrag eingereicht</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 22:02:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nachdem der neue Gl&#252;cksspielstaatsvertrag seit 01.01.2008 in ganz Deutschland g&#252;ltig ist, hat gestern die EGBA (European Gaming and Betting Association) Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht.
Zu den Mitgliedern der EGBA geh&#246;ren namhafte Wettanbieter, wie bet-at-home, bwin, Digibet, Expekt, Interwetten, PartyBets und Unibet. Diese Wett- und Gl&#252;cksspielanbieter haben sich in Br&#252;ssel zu einem Fachverband zusammengeschlossen, mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der neue Gl&#252;cksspielstaatsvertrag seit 01.01.2008 in ganz Deutschland g&#252;ltig ist, hat gestern die EGBA (European Gaming and Betting Association) Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht.</p>
<p>Zu den Mitgliedern der EGBA geh&#246;ren namhafte Wettanbieter, wie <a rel="nofollow" href="http://www.betpedia.de/link/bet-at-home.html" target="_blank">bet-at-home</a>, <a rel="nofollow" href="http://www.betpedia.de/link/bwin.html" target="_blank">bwin<img src="http://banners.webmasterplan.com/view.asp?ref=297512&amp;site=2532&amp;type=text&amp;tnb=9&amp;js=1" border="0" alt="" width="0" height="0" /></a>, Digibet, <a rel="nofollow" href="http://www.betpedia.de/link/expekt.html" target="_blank">Expekt<img src="http://ads.expekt.com/affiliates/renderImage.aspx?pid=38015&amp;bid=2350" border="0" alt="" /></a>, Interwetten, <a rel="nofollow" href="http://www.betpedia.de/link/partybets.html" target="_blank">PartyBets</a> und Unibet. Diese Wett- und Gl&#252;cksspielanbieter haben sich in Br&#252;ssel zu einem Fachverband zusammengeschlossen, mit dem Motto &#8220;Gemeinsame St&#228;rke gegen die Gl&#252;cksspiel-Monopole in Europa&#8221;.</p>
<p>In Deutschland wurde nun der erste Schritt gegen die Neuregelung des Gl&#252;cksspielmarktes eingeleitet. Mit einem Appell an die EU-Kommission m&#246;chte die EGBA dem irrsinnigen und europarechtswidrigen Staatsvertrag schnell den Gar ausmachen. In diesem Fall liegt die Hoffnung der Vereinigung ganz alleine auf dem Artikel 49 des EG-Vertrages &#8211; der Dienstleistungsfreiheit &#8211; wozu auch Gl&#252;cksspiel und Sportwetten z&#228;hlen.</p>
<p>Der Gl&#252;cksspielstaatsvertrag in Deutschland war schon zuvor unter heftigen Beschuss seitens der EU-Kommission geraten, siehe Notifizierungsverfahrens (RL 98/34/EG). Nichts desto trotz hielt Deutschland an dem Vertrag bis Ende des letzten Jahres fest und konnte noch kurz vor Weihnachten mit allen notwendigen Stimmen der L&#228;nder ratifiziert werden.</p>
<p>Wie schon im vergangenen Jahr wird auch hier wieder von Seiten der Obrigkeit der EGBA Verhandlungs- und Diskussionsbereitschaft gezeigt. So bekannte sich Norbert Teufelberger (EGBA-Vorsitzender) als sehr offen gegen&#252;ber einem geregelten Gl&#252;cksspielmarkt.</p>
<p>Meiner Meinung ist leider mit keiner schnellen Umsetzung eines liberalen Marktes zu rechnen, da die Beh&#246;rden, lt. einem Artikel der Wirtschaftswoche, bereits im Hintergrund planen  das Verbot von Internet-Sportwetten durch  Internetprovider und Banken zu kontrollieren.<br />
Des Weiteren will das EuGH erst Anfang 2009 &#252;ber die Rechtswidrigkeit des Gl&#252;cksspielstaatsvertrages entscheiden.</p>
<p>Die Lage bleibt also weiterhin angespannt.</p>
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