So viel zum Thema es geht nicht ums Geld …
Was diese Woche in der Presse zu lesen war, bestätigt nun meine These seit Einführung des Glücksspielstaatsvertrages.
Nein, meine Behauptung war es nicht, dass der neue Staatsvertrag hilft die Spielsucht erfolgreich zu bekämpfen. Es ging viel mehr darum, dass sich Vater Staat mit dieser Neuregelung ins eigene Fleisch schneidet. Wie das gemeint ist, durften wir von der SPD erfahren, als sie sich kritisch gegenüber dem neuen Staatsvertrag äußerte.
Der Auslöser waren drastische Umsatzrückgänge im ersten Halbjahr. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Einnahmen aus dem Oddset-Geschäft um stolze 19 % und das trotz der Euro 2008.
Und nun wird der Glücksspielstaatsvertrag aus finanziellen Gründen kritisiert, obwohl er alleinig der Spielsuchtprävention dienen soll?
Also geht es nun ums Geld oder um die Bekämpfung der Spielsuch?
Natürlich geht es doch ums Geld!
Doch das wollte man sich zu Beginn dieses Jahres ja nicht eingestehen und im Endeffekt musste die Rechnung so aufgehen. Es wurden Vorschläge ignoriert, die zur Öffnung des Marktes beigetragen hätten und durch die Vergabe von Lizenzen wichtige Steuereinnahmen gesichert hätten. Doch unsere Freunde der Lotteriegesellschaften stellten sich auf “Stur” und hielten an der Meinung fest, dass die Liberalisierung der Sportwetten die Spielsucht nur noch mehr fördern würde.
Ich kann nur hoffen, dass unsere Politiker die gewonnene Erkenntnis nutzen und anfangen den Weg zu einem offenen Sportwetten-Markt zu pflastern.