Lotto Rheinland-Pfalz beklagt Umsatzrückgang
Auch an der Lotteriegesellschaft Rheinland-Pfalz geht der Glücksspielstaatsvertrag nicht spurlos vorbei.
Denn nach dem Bundesverfassungsgericht ist ein Glücksspiel Monopol nur dann gerechtfertigt, wenn aktive Schutzmaßnahmen gegen die Glückspielsucht ergriffen werden. Dabei war es vorauszusehen, dass sich der Staat mit deren eng verbundenen Lotteriegesellschaften ins eigene Fleisch schneidet.
So hat Lotto Rheinland-Pfalz anfang 2008 Oddset aus dem Internetangebot nehmen müssen, für jeden Oddset-Spieler einen Spielerausweis ausstellen müssen und nun zum Jahreswechsel 2008/2009 das Internet-Lotto aufgeben müssen.
Im Vergleich dazu haben sich die privaten Wettanbieter, die aus dem europäischen Ausland (z. B. Malta oder Gibraltar) agieren, zurückgelehnt und freuen sich über weitere Umsatzsteigerungen in 2008.
Lotto Rheinland-Pfalz hingegen muss sich mit einem Umsatzrückgang von 10% abfinden!
Wie es zu dieser Situation nur kommen konnte, haben wir hier bei betPedia schon vor einigen Monaten aufgezeigt.
Zwar darf man rein rechtlich bei keinem privaten Buchmacher oder Lotto-Vermittler wetten, bzw. Lotto spielen, doch in der Realität lässt sich das nicht verhindern und kontrollieren.
Es ist für mich daher nach wie vor unklar, wie man so verbissen an diesem Glücksspielstaatsvertrag hängen kann, der mittlerweile auch von den Lottochefs kritisiert wird. Daher fordert auch Lottochef Schössler einen “sauberen Wettbewerb” und erkennt ganz klar die aktuelle Situation an: “Auf dem Papier sind wir zwar Monopolist. Aber an der Wettbewerbssituation der Illegalen hat sich nichts geändert”.
Um die Zukunft der staatlichen Lotterie und Sportwetten Geschäfts zu sichern, sind gleiche Bedingungen wie mit den privaten Anbietern notwendig. Mit der aktuellen Politik fährt man jedoch in die komplett entgegengesetzte Richtung.
Im Zeitalter von Online-Lotto, -Sportwetten, -Poke und -Casino die mitunter schwachsinnigste Politik, die ich derzeit in Deutschland mit verfolge!