Gewinnspanne der Sportwetten-Anbieter
Ein Buchmacher kalkuliert in jedes Quoten-Angebot eine Gewinnspanne bzw. Marge ein. Dieser kalkulatorische Wert hängt ganz eng zusammen mit dem Quotenschlüssel des Wettanbieters. Denn die Differenz zwischen 100 % und dem Prozentsatz des Quotenschlüssels entspricht der einberechneten Gewinnspanne des Wettanbieters.
Wichtig dabei ist, dass die Gewinnspanne jedoch nur als Vorkalkulation angesehen werden darf. Das heißt der tatsächliche Gewinn entspricht in der Regel nie genau dem zuvor geplanten Gewinn. Um den tatsächlich kalkulierten Gewinn zu erzielen müsste der Buchmacher sein Buch komplett ausgleichen. Was soviel heißt, dass auf alle Ausgangsmöglichkeiten verteilt entsprechend hohe Wetten gesetzt werden müssten.
Insbesondere bei Spielen mit einem klaren Favoriten geht diese Rechnung oft nicht auf. Geht jedoch ein Favoritenspiel komplett entgegen den Erwartungen aus, liegt die Marge der Buchmacher meist um einiges höher als zuvor einberechnet. Sehr beliebte Ergebnisse für Buchmacher sind auch Remis, da Unentschieden nicht so häufig getippt werden, wie Siege.
| Berechnung der Gewinnspanne: |
100 – 1 / ( 1 / Quote1 + 1 / Quote 2 + 1 / Quote 3 + …) * 100 = Gewinnspanne
| Beispiel für eine 3-Weg Wette: |
Heimsieg: 1,50
Unentschieden: 3,75
Auswärtssieg: 7,25
100 – 1 / ( 1 / 1,50 + 1 / 3,75 + 1 / 7,25) * 100 = 100 % – 93,35 %
= 6,65 %
In unserem Beispiel haben wir einen Quotenschlüssel von 93,35 % und somit eine Gewinnspanne von 6,65 %.
Bei der Auswahl des richtigen Buchmachers macht es in jedem Fall Sinn sich über die generelle Gewinnspanne zu informieren. Immerhin sind die Quoten umso besser, je niedriger die Gewinnspanne ist.
Bei allen namhaften Sportwetten-Anbietern liegt die Marge zwischen 5 % und 10 % in der Gesamtübersicht. Jedoch beträgt die Gewinnspanne nicht pauschal für jede Wette eines Buchmachers genau 6 % oder 8%. Bei Sportwetten auf kleinere Ligen und unbekanntere Sportarten wird oft eine deutlich höhere Gewinnspanne einkalkuliert, da es für den Buchmacher viel schwieriger ist genügend Tipper zu finden, die unterschiedlicher Meinung sind und somit das Buch ausgleichen.
Andererseits bieten viele Wettanbieter auf die großen europäischen Fußball-Ligen höhere Quoten an und senken dadurch die Gewinnmarge. Somit kann der großen Konkurrenz im Buchmachergeschäft der Kampf angesagt werden, in der Hoffnung mehr Sportwetten-Fans durch bessere Quoten zu überzeugen.
Buchmacher-Tipp:
Mit sehr niedrigen Gewinnmargen drängen die Asiaten in den europäischen Markt. Hier sind weniger als 5 % keine Seltenheit. Man sollte jedoch beachten, dass asiatische Buchmacher oft auf High Roller aus sind und nicht den “1-€-Wetter”.
Die höchsten Quoten bieten jedoch Wettbörsen, da dort kein Buchmacher im klassischen Sinne dahinter steckt. Bedenken sollte man dennoch, dass vom Gewinn 2% – 5% an Provision einbehalten werden. Also nicht gleich von den hohen Quoten blenden lassen!