bwin nach Q3 leicht im Minus
Am heutigen Donnerstag veröffentlichte die bwin Interactive Entertainment AG ihre Unternehmenszahlen für die ersten neun Monate diesen Jahres.
So konnte das Unternehmen die Brutto-Gaming-Erträge (konsolidiert aus Wettgeschäft, Casino, Poker und Games) um 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 206,7 Mio. € auf 248 Mio. € steigern. Diese Einnahmen konnte bwin mit den rund 1,4 Millionen aktiven Spielern erwirtschaften, wobei auch hier ein ordentlicher Zuwachs von über 500.000 neuen aktiven Spielern im Vergleich zum Vorjahr verbucht werden konnte.
Im Endeffekt weißte bwin ein Ergebnis nach Steuern von minus 0,8 Millionen Euro aus (Q1-Q3 2006: minus 49,8 Mio. €). Bei allen Zahlen ist das US- und Türkei-Geschäft ausgeschossen.
Der Ausblick für die angestrebte Sportwettenmarge, die in der Bandbreite zwischen 8% und 10% liegen sollte, scheint im Jahr 2007 realisierbar zu sein.
So konnte eine durchschnittliche Marge von 8,4% in den ersten neun Monaten erreicht werden.
Auch für die Zukunft erhofft sich bwin ein schnelleres Voranschreiten bezüglich einer geregelten Öffnung des Glücksspielmarktes in ganz Europa. Das Unternehmen bwin beruft sich stets auf das Placanica-Urteil des EuGh von diesem Frühjahr, sowie auf die im EG-Vertrag verankerte Dienstleistungsfreiheit.
Es bleibt weiter spannend, doch sollte eines der großen Glücksspielmonopole zerschlagen werden, wird damit wohl eine ganze Lawine von Neuregelungen im Glücksspielmarkt ins Rollen gebracht.